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Juliane Banse

Wenige Künstler ihrer Generation sind auf so vielen Gebieten mit verschiedenstem Repertoire so erfolgreich wie Juliane Banse. Ihr Opernrepertoire reicht von der Figaro-Gräfin, Fiordiligi, Donna Elvira, Vitellia über Genoveva, Leonore, Tatjana, Arabella bis hin zu Grete (Schrekers Der ferne Klang). Ihren künstlerischen Durchbruch erlangte sie bereits 20-jährig als Pamina an der Komischen Oper Berlin in einer Produktion von Harry Kupfer. Unvergessen ist auch ihr Auftritt als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger, mit dem sie eine enge Zusammenarbeit verbindet, an der Oper Zürich. Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Mit dem Wintersemester 2016/2017 übernahm sie selbst eine Gesangsprofessur an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

In der Saison 2017/2018 stehen zwei wichtige Rollendebüts an: In der Uraufführungder Oper Lunea von Heinz Holliger steht Juliane Banse im Frühjahr neben Christian Gerhaher zum wiederholten Male auf der Bühne der Oper Zürich; Andreas Homoki inszeniert. Außerdem singt Juliane Banse in Strauss‘ Rosenkavalier erstmals die Marschallin, seit Jahren eine Wunschpartie der Künstlerin.

Eine weitere Uraufführung führt Juliane Banse nach Amsterdam: Der in den Niederlanden sehr bekannte Komponist Willem Jeths schreibt das musiktheatralische Monodrama THE TELL-TALE HEART nach Edgard Allan Poe, das im April im Rahmen der Zaterdag Matinee-Konzerte im Concertgebouw Amsterdam unter der Leitung von Jaap van Zweden erstmals zur Aufführung kommt. Schließlich kehrt Juliane Banse an das Theater an der Wien zurück für ein Konzert „Inmemoriam Nikolaus Harnoncourt" mit Mozarts Die Schuldigkeit des ersten Gebots unter der Leitung von Stefan Gottfried.

In letzter Zeit gab Juliane Banse als Rosalinde (Fledermaus) ihr US-Operndebüt in Chicago, kurz darauf war sie in Strauss‘ Arabella erstmals an der MET zu erleben.

Die Hauptrolle von Girgory Frids Tagebuch der Anne Frank am Theater an der Wien, die Heilige Johanna in der gleichnamigen Braunfels-Oper in Köln, Elsa von Brabant in Wagners Lohengrin in Nantes und Anger sowie die Hauptrolle in Poulencs Monooper Voix humaine an der Oper Köln wie auch mit dem Helsinki Philharmonic Orchestraund an der Staatsoper im Schillertheater in Berlin waren erfolgreiche Engagementsder letzten Zeit.

Auch im Konzertbereich ist die Künstlerin mit einem weit gefächerten Repertoire gefragt. Mit zahlreichen namhaften Dirigenten hat sie zusammengearbeitet, darunter Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, MarissJansons, Zubin Mehta und Manfred Honeck.

Liederabende sind seit jeher fester Bestandteil des Kalenders. So war Juliane Gast in letzter Zeit zu Gast bei der Schubertiade Vilabertran, in Oxford, bei der Liedwoche auf Schloss Elmau mit Wagners Wesendonck-Liedern oder im Rahmen der ersten Konzerte im neuen Boulez-Saal in Berlin mit einem Liederabend begleitet von Wolfram Rieger. Derzeit steht für sie Hindemiths Marienleben im Lied-Mittelpunkt, mit dem sie in der aktuellen Saison gemeinsam mit Martin Helmchen in Passau, Bremen und Bern zu erleben ist und eine CD für das Label alpha einspielt. Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhieltenden Echo Klassik: Braunfels‘ Jeanne D’Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Mafred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. Weitere herausragende Aufnahmen sind die Arien-CD Per Amore, die Lied-Aufnahme Tief in der Nacht mit Aleksandar Madzar sowie der Film Hunter’s Bride/Der Freischütz mit Juliane Banse als Agathe und dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding. Im Februar 2017 erschien ihre von den Medien viel gelobte CD Unanswered Love mit teils erstmals eingespielten und ihr gewidmeten Werken von Reimann, Rihm und Henze, die sie mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Christoph Poppen herausgebracht hat. In dieser Saison erscheint ihre erste CD mit dem Münchner Rundfunkorchester mit Werken von Braunfels, Korngold, Marx und Pfitzner.

Aktuelle Produktionen

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal & Richard Strauss (Feldmarschallin Fürstin Werdenberg